Rennbericht Franken 500 am 06.10.2007 in Weihenzell

 

Rang 3 für Garscha Racing 

Beim zweiten Franken 500 in diesem Jahr wollten wir uns für den 4. Platz beim ersten 500er im April dieses Jahres rehabilitieren. Das Podium sollte es diesmal mindestens sein. Dementsprechend motiviert gingen wir das Rennen an. Bereits im freien Training zeichnete sich ab, daß ich mit dem vom Markus gezogenen Kart sehr gut zurecht kam. Es war zwar nicht das schnellste, aber trotzdem schnell genug um vorne mitzugeigen. Markus kam anfangs mit dem Kart nicht so gut zurecht, weil der Motor aus dem Drehzahlkeller einen kleinen Nachteil hatte. Nachdem es im freien Training so ausgesehen hat, daß ich mit dem Kart eine halbe Sekunde pro Runde schneller fahren konnte, schmissen wir unsere Taktik über den Haufen und beschlossen, daß ich den Startturn fahre.

Im Qualifying reichte es dann zum 3. Platz von 9 angetretenen Teams. Wie immer beim Franken 500 waren 6 Fahrerwechsel und 5 mal Karttausch vorgeschrieben. Auf Pole standen das Team MCN (Mathias Kostelnik, André Fleischmann und Daniel Kilian), auf Platz 2 die Wilderer (mit Schlucki und Turbo), hinter uns das Team ProKart Fun (Marco Dietrich, Wolfgang Cleve und Thomas Danninger). Gleich zu Beginn haben wir unsere ersten drei Fahrerwechsel absolviert, so daß jeder von uns zwei 125-Runden Turns zu fahren hatte. Die Wilderer verfolgten eine ganz andere Taktik, die wechselten nämlich zu Beginn gleich fünf mal, und wollten dann mit jeweils einem Turn von ungefähr 250 Runden (ca. 2,5 Std. Fahrzeit) das Rennen durchfahren und Schlucki dann nochmal kurz vor Schluß ein paar Runden fahren lassen.

Durch die drei Wechsel sind wir natürlich auf den vorletzten Platz (noch vor den Wilderern) zurückgefallen und hatten eine Runde Rückstand auf den Führenden. Ich kam gleich hinter dem Führenden MCN wieder aus der Box raus und konnte mich an deren Startfahrer Daniel Kilian festbeißen. Bis zum ersten Karttausch hatte ich mich wieder auf den 3. Platz nach vorn gefahren, wurde dann aber kurz darauf von Schlucki kassiert und fiel auf den 4. Platz zurück. Das zweite Kart war dann eins der langsameren Sorte und ich kam nicht annähernd an die Rundenzeiten des Startkarts heran. Wir konnten den 4. Platz zwar locker behaupten, verloren aber an Boden auf die drei führenden Teams. Es zeichnete sich schon zu Beginn des Rennens ab, daß der Sieg nur unter den ersten vier Teams ausgemacht würde, die schon in der ersten Stunde einen größeren Vorsprung auf den Rest des Feldes herausfahren konnten.

Nachdem ich dann das Kart an Markus übergeben hatte, mußte er sich mit dem langsameren Kart  herumschlagen, was zu dem Zeitpunkt kein besonderes Vergnügen war. Erst als das Kart wieder getauscht wurde, lief es besser. Wir hielten uns die ganze Zeit auf dem vierten Platz, hatten aber schon dreieinhalb Runden Rückstand auf die Spitze, wo Schlucki eins auffuhr, als wäre der Leibhaftige persönlich hinter ihm her. Markus gab hinterher zu Protokoll, daß er Schwierigkeiten hatte, seinen Rhythmus zu finden und deswegen nicht optimal auf der Strecke unterwegs war. Dies sollte aber nicht das einzige Problem beim Rennen für uns gewesen sein. Als nach 250 Runden ich das Kart wieder von Markus übernahm, war klar daß wir bis zum Schluß nur noch schnelle Karts bekommen würden, da wir unsere Karts immer vom ProKart Fun Team übernahmen und deren Zeiten beobachteten. Leider kam ich von Anfang an nicht richtig in Schwung. Das lag auch daran, daß ich mir im ersten Turn den linken Arm leicht verletzte, indem ich mir eine leichte Zerrung zuzog. Wie sich dann herausstellte, behinderte mich das speziell in der Links-Spitzkehre nach der Vollgaspassage. Mit beiden Karts, die ich in dem Turn fuhr, erwischte ich den Einlenkpunkt nie perfekt, da gerade das zweite Kart auch sehr schwer zu lenken war. Wahrscheinlich wären unter anderen Umständen bestimmt 2 Zehntel pro Runde mehr drin gewesen. Jedenfalls lagen wir zu diesem Zeitpunkt ganz dicht hinter ProKart Fun, wo der Thomas das Kart steuerte. Und egal, was ich auch versuchte, der Hund fuhr immer mindestens genauso schnell wie ich, teilweise sogar schneller. Der fuhr ein Hammer-Rennen der Thomas, Respekt. Ich spulte dann meine Runden so gut ich konnte runter, wobei sich dann gegen Ende meines Turns kräftemäßig immer mehr abbaute und nach 377 Runden völlig fertig wieder an Markus übergab.

Der wiederum hatte seine anfänglichen Schwierigkeiten plötzlich wieder im Griff und fuhr mit konstant mittleren bis niedrigen 33er Zeiten wieder näher an die ersten drei heran. An der Spitze büßte Turbo zusehends seinen Vorsprung auf die Verfolger ein. MCN lag an P2, gefolgt von ProKart Fun und uns, wobei Markus bedingt durch den letzten Fahrerwechsel von ProKart Fun auf den 3. Platz nach vorn fuhr. Markus legte sich mächtig ins Zeug und fuhr Spitzenzeiten, konnte mit 33,18 sogar unsere schnellste Rennrunde markieren und versuchte, sich den Schlußfahrer von ProKart Fun, den Wolfgang vom Leibe zu halten. Der war noch ne Ecke schneller unterwegs als wir. 20 Minuten vor Schluß mußten dann auch noch die zweitplatzierten MCN zum letzten Fahrerwechsel in die Box, und fielen dabei von P2 auf P4 zurück. Da sie am Schluß auch noch das Kart hatten, mit dem ich zu Beginn schon nichts gerissen hatte, war klar, daß wir zumindest das Podium erreichen würden. Nur ob wir Platz 2 oder 3 schaffen würden, war noch zu klären. Turbo, daß war da schon klar, würde den Sieg für die Wilderer nicht mehr aus der Hand geben.

20 Runden vor Schluß war Wolfgang schließlich an Markus dran, und fuhr ihm in der schnellen Links vor der Spitzkehre von hinten ins Kart und schob ihn so von der Ideallinie und konnte ihn innen überholen. Das Manöver war zwar hart, aber völlig ok. Wir hätten es auch nicht anders gemacht, so isses halt im Rennsport. Markus biß sich dann noch an Wolfgang fest, konnte aber nicht mehr kontern und so fuhren wir dann nach 500 Runden mit 24 Sekunden Rückstand auf die Wilderer und einer Sekunde auf ProKart Fun als Dritter über die Ziellinie. Für den MCN, mit ihren starken Fahrern eigentlich als Top-Favorit gehandelt, blieb diesmal nur der undankbare 4. Platz. Aber mit dem kennen wir uns auch aus ;-)

Zum Schluß muß man sagen, daß wir trotz des erreichten 3. Platz etwas enttäuscht waren, weil wir es diesmal selbst in der Hand hatten, das Rennen zu gewinnen. Über die Karts konnten wir uns diesmal wirklich nicht beschweren. Markus´ Startschwierigkeiten und speziell meine dürftige Vorstellung im zweiten Turn waren der Grund warum es letztlich nicht für den Sieg gereicht hat. Aber beim nächsten mal werden wir besser vorbereitet ins Rennen gehen und dann zählt nur noch eins: der Sieg.

Micha

 

 

Ergebnis

Platz: Team: Runden Fastest Lap
       
1. Die Wilderer 500 33,19
2. ProKart Fun Team 500 33,00
3. Garscha Racing 500 33,18
4. MCN 499 32,99
5. Speedy 494 33,30
6. 4 gewinnt 489 33,60
7. Fix & Foxy 484 33,94
8. AC Höchstadt II 465 34,13
9. AC Höchstadt I 442 35,27