Hi Leute,
wir sind immer noch da, obwohl es nicht so ausgesehen hat. Ich geb zu, wir haben die Sache in der letzten Zeit ein wenig schleifen lassen, war wohl daran gelegen, daß sich die Lustlosigkeit unserer bemächtigt hat. Aber wir geloben Besserung. In Zukunft werden wir schauen, daß wir die Site aktuell halten, bevor wir noch Taschentücher nach München und Wendelstein (siehe Gästebuch) schicken müssen ;-)
Also, was haben wir in der Zwischenzeit getrieben (aufs Kart fahren bezogen natürlich)? Wir sind, wie angekündigt am 10./11. September 2006 in Grimma beim 24er angetreten, wo wir allerdings für das Blue Barons Racing Team am Start waren. Dort haben wir uns die Knochen zerschunden, weil wir nur mit fünf Fahrern (Jens Gorges, Ferenc Nagy, Mathias Kostelnik, Markus Garscha, Michael Garscha) angetreten sind. Am Ende sprang dann ein achtenswerter 7. Platz raus.
Am 23. September 2006 haben wir dann in Weihenzell unser erstes Franken 500 gewonnen. Was auch nicht schlecht war, obwohl zugegebenermaßen das eine oder andere favorisierte Team nicht am Start war. Sieg is Sieg sag ich immer, das nimmt uns schon mal keiner mehr weg.
3 Tage später haben wir dann auch mal beim EURO-Cup zugeschlagen und haben dort unser erstes Rennen gewonnen. Völlig verdient, wie wir meinen. Weil: wir sind ja keine Chlorbrillenschwimmer :-)
So, und nun zu den aktuellen Geschehnissen. Am 25.01.2007 fanden in Weihenzell die EURO-Cup und Solo Challenge Finals statt. Die Ausgangsposition im EURO-Cup war so, daß wir in der Gesamtwertung an 2. Stelle lagen, mit großem Rückstand aufs Kart-Camp Team, quasi uneinholbar. Aber um den 2. und 3. Platz gings noch hoch her, weil das Team Black Flag nur 3 Punkte hinter uns war. Und das ist in zwei Rennen locker aufzuholen. Also war uns klar, daß wir die Arschbacken zusammenkneifen müssen.
Zuvor allerdings fand das Finale der Solo-Challenge statt. Hier war die Ausgangsposition noch spannender. In Führung lag André Fleischmann (45 Punkte), gefolgt von Anton Hahnenkamm (37), Kenneth Shihrer (33), Thomas Danninger (32), Markus Garscha (31), Michael Garscha (31), Richard Lutz (30) und Marco Dietrich (30). Die ersten beiden waren weg. Aber wer würde sich den dritten Platz auf dem Podium sichern können? – Schon vor dem Start hat sich einer der Kandidaten verabschiedet. Marco mußte mit Grippe das Bett hüten. Schlecht für ihn, gut für uns. Einer weniger. Nach dem Qualifying mußte dann der zweite Anwärter auf den letzten Podestplatz seine Ambitionen aufs Stockerl zu Grabe tragen. Ausgerechnet Ken, der in der Gesamtwertung auf Position 3 lag erwischte das langsamste Kart und fand sich abgeschlagen auf dem letzten Platz wieder. Ich schaffte es auf den fünften Platz, Markus auf den siebten. Kurz nach dem Start konnte ich Florian Henninger überholen der hinter Richi von Platz vier aus ins Rennen ging und im Laufe des Rennens immer weiter zurückfiel. Mein Kart hatte zwar einen Motor, mit dem man nicht unbedingt ne Wurst vom Teller zieht, aber besonders anfangs wo es ziemlich rutschig war sehr viel Grip und so konnte ich mich von Thomas und Markus ein wenig absetzen und gleichzeitig ziemlich schnell auf Richi aufholen, der mich dann auch freiwillig (!) passieren ließ. Allerdings merkte ich sehr schnell, daß je mehr Grip die Bahn aufbaute, die anderen im Verhältnis zu mir immer schneller wurden. Vor dem Fahrtrichtungswechsel war es dann so, daß mir Richi wieder an der Stoßstange klebte, und Thomas und Markus wieder fast an uns dran waren. So ging es dann in die zweite Rennhälfte. Und es sollte lustig werden...
Anfangs war es wie zu Beginn des Rennens: ich hatte bei den rutschigen Verhältnissen mehr Grip und konnte mich gleich einige Kartlängen von den Verfolgern distanzieren. Aber nicht für lange. Der Rest kam gewaltig auf und ich mußte feststellen, daß sowohl Richi, als auch Thomas und Markus 2-3 Zehntel pro Runde schneller fahren konnten als ich. Richi machte dann auch irgendwann kurzen Prozeß mit mir und quetschte sich eingangs Start-Ziel innen vorbei auf den 3. Platz. Markus konnte dann unbeobachtet von mir (liegt glaub ich daran, daß ich hinten keine Augen hab) den Thomas aufschnupfen, und so sah dann die Konstellation folgendermaßen aus: Richi würde sein 3. Platz nichts bringen, da er mit irgend jemandem von uns dreien auf jeden Fall Punktgleich wäre und mit zwei 3. Plätzen in der laufenden Saison das schlechtere Einzelergebnis als alle anderen vorzuweisen hatte (Markus ein 2. Rang, Thomas und ich je ein Sieg). Zu diesem Zeitpunkt lag ich auf dem Podestplatz, durfte mich aber von Markus nicht überholen lassen, sonst hätte er ihn mir weggeschnappt. Sollte aber Markus und Thomas an mir vorbei kommen, wäre Thomas Gesamt-Dritter. Komische Sache das. Gerade weil zwischen unsere drei Karts meistens kein Blatt Papier mehr paßte. Kein Wunder, war ja auch der langsamste (ich) vorn. Das Rennen war also an Spannung kaum zu überbieten und ich versuchte ständig, meine Verfolger an den entscheidenden Stellen auf Distanz zu halten, und mußte das ein oder andere mal brutale Kampflinie fahren um meinen Platz zu behaupten. Irgendwann hat es der Markus, der tückische Hund, dann doch geschafft und sich eingangs Start-Ziel auch an mir vorbeigepresst. Thomas schaffte es jedoch nicht, und somit hatte Markus den 3. Podiumsplatz inne. Jedoch nur für 2 Kurven, dann hab ich ihn in der ersten Links nach der Boxengasse gekontert. Markus fuhr die Kurve von weiter außen an und ich bin innen rein gestochen und hab ihn auf die schmutzige Seite der Bahn gedrückt, so daß er fast abgeflogen wäre. Aber eben nur fast. Jedenfalls war ich wieder vorn. Bis zum Schluß mußte ich mich auf Biegen und Brechen verteidigen. Das es dann letztlich doch noch für mich gelangt hat lag auch daran, daß uns der Anton drei Runden vor Schluß überrundete und ich dadurch ein paar Meter gewann, was dann dem Markus und dem Thomas die Schlußattacke versaut hat. Am Ende belegte ich im Rennen den 4. Platz, vor Markus und Thomas, was bedeutete, daß ich mir in der Gesamtwertung noch den letzten Platz auf dem Siegertreppchen holen konnte, mit 38 Punkten gleichauf mit Richi, aber eben einer besseren Platzierung mehr. Für Markus reichte es leider nur zu Gesamtrang 6, obwohl er nur einen einzigen Punkt Rückstand hatte. So knapp kanns manchmal zugehen.
Nach kurzer Verschnaufpause gings dann los zum Finale des EURO-Cups. Und was soll ich sagen: Es kam wie es kommen mußte. Wir haben genau das Kart gekriegt, mit dem Ken bei der Solo Challenge brutalst abgekackt hat. Mit der Mühle kamen wir im Qualifying nicht über einen 8. Rang (von 10) hinaus, während Black Flag um einige Positionen besser platziert war. Im gesamten ersten Lauf hatten wir eigentlich gar nix zu melden. Ich fuhr den Start, das Kart fühlte sich subjektiv gar nicht mal so schlecht an, aber ich kam den anderen einfach nicht hinterher, auch wenn ich noch so sehr ins Leckrad gebissen habe. Nach dem Wechsel mühte sich dann der Markus ab, kämpfte sich noch einen Platz nach vorne, was noch sehr wichtig für uns werden sollte, konnte aber mit diesem Kart auch keine nennenswerten Akzente mehr setzen und so mußten wir uns dann am Ende mit dem unspektakulären 7. Platz begnügen während Black Flag auf dem 3. Rang durchs Ziel fuhr. Wir sahen also unsere Felle schon davonschwimmen, als wir feststellen mußten, daß Black Flag seinen 3-Punkte-Rückstand in einen 1-Punkt-Vorsprung verwandelt hat. Und wir mußten doch unbedingt den 2. Platz in der Gesamtwertung verteidigen, weil es immer so scheiße aussieht wenn wir nur auf dem dritten Platz des Podiums stehen, weil ich doch so klein bin (siehe Bild Solo Challenge) ... :-) Allein deswegen mußten wir uns schon reinhauen.
Im zweiten Lauf starteten wir von P6, Black Flag von P7. Aber ich konnte schon in den ersten Runden des Rennens zwei Plätze gutmachen, während Black Flag mir nicht ganz folgen konnte. Von da an gabs nur noch eins. Gas geben, als wär der Leibhaftige persönlich hinter uns her, weil wir mußten ja auf jeden Fall ein Kart zwischen uns und dem Konkurrenten bringen, damit es für uns wieder reicht (Black Flag hatte mehr Laufsiege als wir und die hätten bei Punktgleichheit wieder den Ausschlag gegeben). Kurz vor dem Fahrerwechsel konnte ich noch auf P3 vorfahren, den wir aber gleich wieder verloren, wahrscheinlich weil ich meinen Kadaver nicht schnell genug aus dem Kart wuchten konnte. Black Flag lag auf dem 5. Platz, den sie sich zwischenzeitlich von Minister Power geholt haben, weil die beim Karttausch das langsame Kart von uns erwischt haben. Markus fuhr mit sehr guten Zeiten, die auf dem Niveau der Spitzengruppe lagen ungefährdet auf Platz 4 weiter, während sich hinten Anton Hahnenkamm aufmachte, sich den 5. Platz von Black Flag zurückzuholen. Das wollten wir ihm auch geraten haben. Also, was der Kerl mit dem Kart geleistet hat, da müssen wir echt unseren Hut ziehen. Respekt. Der fuhr mit dem Kart, mit dem wir im ersten Lauf mit Ach und Krach siebter wurden noch fast die schnellste Rennrunde. Entweder sind wir so langsam oder der Anton so schnell. Da wir aber keine Mandarinen-Entkerner sind, gehen wir mal davon aus, daß er so schnell ist... ;-) Er hat sich auf jeden Fall zu unserer Freude 5 Minuten vor Schluß den 5. Platz wieder geholt und mitgeholfen, daß wir unseren zweiten Platz in der Gesamtwertung mit lediglich einem Punkt Vorsprung auf Black Flag behalten konnten.
Platz: Team: Punkte:
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1. |
Kart Camp Team |
151 |
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2. |
Garscha Racing |
126 |
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3. |
Black Flag |
125 |
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4. |
Minister Power |
114 |
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5. |
Kolbenquäler |
114 |
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6. |
Doja Click |
113 |
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7. |
Cavallino Rampante |
113 |
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8. |
Max & Moritz |
83 |
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9. |
Stay Behind |
71 |
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10. |
Hornets |
67 |
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11. |
Maranello |
66 |
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12. |
JeMa Racing |
38 |
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13. |
RR Racing |
37 |
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14. |
Böhse Onkelz Racing |
16 |
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15. |
Dönertier |
8 |
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16. |
Insanity |
6 |
Platz: Team: Punkte:
|
1. |
Fleischmann André |
55 |
|
2. |
Hahnenkamm Anton |
46 |
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3. |
Garscha Michael |
38 |
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4. |
Lutz Richard |
38 |
|
5. |
Danninger Thomas |
37 |
|
6. |
Garscha Markus |
37 |
|
7. |
Shihrer Kenneth |
36 |
|
8. |
Henninger Forian |
31 |
|
9. |
Dietrich Marco |
30 |
|
10. |
Kluzik Rolf-Enzo |
24 |
|
11. |
Kilian Daniel |
23 |
|
12. |
Knorr Philipp |
16 |
|
13. |
Schwaderer Klaus |
15 |
|
14. |
Stützer Klaus |
12 |
|
15. |
Cleve Wolfgang |
12 |
|
16. |
Uhlmann Markus |
10 |
|
17. |
Uhrmacher Reinhold |
9 |
|
18. |
Paul Axel |
8 |
|
19. |
Klier Rainer |
7 |
|
20. |
Kollas Jens |
5 |
|
21. |
Stiefenhöfer Michael |
4 |
|
22. |
Kressel Gerhard |
4 |
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23. |
Di Gabriele Massimo |
3 |
|
24. |
Hommel Olaf |
3 |