Rennbericht 3h Pärchenrennen am 01.05.2007 in Bad Mergentheim:
Platz 3 für Garscha Racing
Am 01.05.07 fand in Bad Mergentheim traditionell das 3h-Pärchenrennen statt, wo jeweils ein Männlein und ein Weiblein ein Team bilden. Bei dem Rennen ging ich zusammen mit Monika Tetzner an den Start. Wir trafen bei der Gelegenheit gleich ein paar alte Bekannte wieder. Uwe Süttner war da und bildete mit Anett das Team No B.B. Marco Dietrich fuhr zusammen mit Sabrina Wagner unter dem Teamnamen SM Racing. Und auch Steffi Phillipp ließ sich nicht lumpen und ging fürs Team BPR an den Start. Die Bahn in Bad Mergentheim wurde im Januar umgebaut, so daß wir bis zum freien Training noch keinen einzigen Meter auf der neuen Bahn gefahren sind. Wir sind also „völlig nackerd“, wie der geneigte Franke zu sagen pflegt, ins Kart gesprungen und haben mal geschaut was so abgeht. Die Auslosung konnten wir uns diesmal sparen, weil wir von den anwesenden acht Teams als letzte an der Reihe waren und somit brauchten wir nicht mehr in diesen verfluchten Lostopf reingreifen. War aber egal, denn das „Losglück“ blieb uns trotzdem treu und wir zogen natürlich das Kart, welches vor kurzem einen neuen Motor spendiert bekam, der war noch nicht richtig eingefahren und tat sich dementsprechend aus niedrigen Drehzahlen heraus ziemlich schwer. Das Reglement schrieb alle 30 Minuten (+ /- 5 min.) einen Fahrerwechsel vor und zur Rennmitte wurden die Karts einmal getauscht. Der 1. mit dem 8., der 2. mit dem 7. usw...
Im freien Training noch auf Platz 6 mit erheblichem Rückstand auf die vorderen Ränge ging es für die acht Damen ins Qualifying. Bei diesem Rennen ist es seit je her den Damen vorbehalten, das Qualifying zu bestreiten. Moni mühte sich wacker und kam in den letzten 2 Minuten noch vom letzten auf den 6. Platz nach vorn. Den Start fuhr dann ich, mit dem Ziel noch den einen oder anderen Platz gut zu machen bis zum Fahrerwechsel. Da gab’s dann gleich mal was zu Lachen für die anderen am Start. Als die Ampel auf Grün sprang gab ich Vollgas. Aber es tat sich nix. Der Siebte und Achte konnten mich noch vor dem Überqueren der Start-Ziel-Linie überholen und ich mußte dem Feld erst mal hinterher rumpeln. Rechts und links flogen die am Start an mir vorbei, daß ich dachte ich fahre rückwärts. Naja, schlimmer konnte es ja nicht werden also strengte ich mich an und konnte mir den siebten Platz gleich wieder zurückholen. Vor mir konnte sich Uwe Süttner an Sabrina Wagner vorbei kämpfen. Mit der Zeit konnte auch ich an Sabrina heranfahren, bedingt durch ihr ständiges lamentieren und herumfuchteln auf der Gegengeraden, da auch sie mit ihrem Kart nicht ganz zufrieden zu sein schien. Dadurch verlor sie die Konzentration und machte immer ein paar kleine Fehler und ich konnte nach und nach aufschließen. Hätte sie sich mal besser aufs Fahren konzentriert, wäre sie mir mit Sicherheit davongefahren. Aber so war’s mir natürlich auch recht. Sabrina fuhr eine Runde vor uns zum Wechsel auf Marco und so konnte ich den sechsten Platz übernehmen. Nach unserem Wechsel fiel Moni jedoch gleich nach der Boxenausfahrt wieder hinter SM Racing zurück. Aber sie biß sich an Marco´s Heck fest und zeigte dem Jüngling kurz darauf wie eine „alte Frau“ ein Kart zu bewegen imstande ist und bremste ihn in einem sehenswerten Manöver eingangs Start-Ziel aus und übernahm abermals den sechsten Platz. Diesen Platz sollten wir von nun an eine ganze Zeit lang beibehalten, da sich bis zum Karttausch nichts nennenswertes mehr tat. Danach allerdings ging’s rund. Wir mußten unser Kart mit dem Team „Süß & Sexy“ tauschen, was unser Glück war. Denn was denen dann mit unserem Startkart widerfuhr, war nämlich gar nicht süß und erst recht nicht sexy. Denen ist die Gasfeder gebrochen, so daß sie aufs Ersatzkart wechseln mußten und viel Zeit verloren. Dadurch waren wir dann Fünfter, da haben wir das Glück mal auf unserer Seite gehabt. Und es sollte nicht das einzige mal bleiben, daß uns das Glück zur Seite stand. Unser zweites Kart lief etwas besser als das erste und so konnten wir uns in der zweiten Rennhälfte mit permanent 36er-Zeiten nach vorn arbeiten. Nicht von der Platzierung aber von den Zeitabständen. So kam es, daß wir 10 Minuten vor Schluß auf Platz 5 lagen, vor uns das Topkart Racing Team, aber Moni war 0,6 – 0,9 Sekunden pro Runde schneller und hat im Schlußturn einen 20-Sekunden Rückstand aufgeholt. Das Team Schneider Racing fuhr unangefochten auf Platz 1 und dahinter gab es ebenfalls einen Zweikampf um den zweiten Platz. Team Burgpark Ring versuchte seinen 2. Platz gegen No B.B. zu verteidigen, wo Anett unmittelbar dahinter fuhr und Druck ausübte. Moni konnte 5 Minuten vor Rennende Topkart überholen und Platz 4 übernehmen. Der Streckenposten hatte versehentlich dem Topkart Team die Blaue Flagge rausgehalten, weil er meinte es handele sich um eine Überrundung. Aber Moni wäre auch so noch vorbeigekommen, soviel schneller wie sie war. Also fällt das nicht so sehr ins Gewicht. Und dann kam die entscheidende Rennszene: Anett startete eingangs Start-Ziel einen Angriff auf BPR, beim Anbremsen auf die Kurve überbremste sie jedoch das Kart, verlor das Heck, drehte sich und kam entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen. Dieses Geschenk nahmen wir natürlich dankbar an, denn ehe Anett weiterfahren konnte waren wir und auch das Topkart Team an ihr vorbeigefahren und somit wurden wir auf den 3. Platz vorgespült. Bitter für Uwe und Anett, aber auch das ist eben Motorsport. Das Rennen ist eben immer erst dann zuende, wenn die schwarz-weiß karierte Flagge gefallen ist. Wie knapp es am Ende auf den Plätzen zuging belegt die Tatsache, daß am Ende von Platz 2 bis Platz 7 alle in der selben Runde waren. Lediglich der Sieger konnte sich 2 Runden vom Feld absetzen und die Red Devils hinkten mit der Roten Laterne etwas hinterher.
Alles in allem denke ich, daß der 3. Platz verdient war, auch wenn wir am Schluß vom Pech anderer profitierten. Wir waren zwar nicht die schnellsten (nur siebtschnellste Rennrunde), aber wir mußten uns auch die erste Hälfte des Rennens mit dem langsamsten Kart herumschlagen. Wir haben aber das Beste draus gemacht und sind sehr konstant gefahren. Sowohl Moni als auch ich fuhren ein absolut fehlerfreies Rennen und gaben uns zu keiner Zeit eine Blöße, wir waren auf jeden Fall das ausgeglichenste Team im Feld. Ich konnte ihr aber schon noch zeigen, daß ich trotz meiner 35 Lenze noch lange kein Croissant-in-Kaffee-Tunker bin und war in beiden Karts etwas schneller unterwegs als Moni. Obwohl ich von einigen wenigen (Uweeeeeee) als „Fette Sau“ tituliert wurde :-) Dabei bin ich doch nur etwas zu klein für mein Gewicht.
Zum Schluß noch ein Dank an Martin Wisbeck und dem ganzen Team von Burgpark Ring. Das Rennen war wie immer bestens organisiert und vor allem mit 0 € Startgebühr gar nicht mal so teuer :-) Das darf man ja auch nicht vergessen...
Micha
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Ergebnis |
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| Platz: | Team: |
Runden |
Differenz | Fastest Lap |
| 1. | SRT Schneider Racing | 288 | 36,038 | |
| 2. | Team Burg Park Ring | 286 | 2 Laps | 36,096 |
| 3. | Garscha Racing | 286 | 2 Laps | 36,517 |
| 4. | Topkart Racing | 286 | 2 Laps | 36,341 |
| 5. | No B.B. | 286 | 2 Laps | 36,305 |
| 6. | SM Racing | 286 | 2 Laps | 36,381 |
| 7. | Süß & Sexy | 286 | 2 Laps | 36,242 |
| 8. | Red Devils | 281 | 7 Laps | 36,841 |