Rennbericht 3h Pärchen Race am 10.11.2007 in Weihenzell

 

Platz 2 für Steffi und Micha 

Am 10.11.2007 stand das 3h Pärchen Race in Weihenzell auf dem Programm. Ursprünglich wollte Steffi mit Markus an den Start gehen, ich dagegen wollte eigentlich gar nicht fahren. Markus mußte jedoch schon im Vorfeld aus beruflichen Gründen absagen, und Steffi hat sich dann wahrscheinlich gesagt, wenn der eine Garscha keine Zeit hat, dann nehm ich halt den anderen ;-)

Jedenfalls bin ich dann eingesprungen und wir hatten uns mit einem intensiven Training eine Woche vor dem Rennen gut vorbereitet. Steffi hat in der Vergangenheit einen gewaltigen Sprung nach vorn gemacht und war bei diesem Training in den selben Karts nur 0,7 Sekunden langsamer als ich, was auf eine sehr gute Ausgangsposition für das Rennen hindeutete.

Beim Rennen mußte dann laut Reglement jedes Team sein Durchschnittsgewicht mittels Gewichtsscheiben auf das Gewicht des schwersten Teams aufstocken. Für uns bedeutete das 15 Zusatzkilo am Kart. Die Suche nach einem passenden Teamnamen war auch nicht ganz leicht, aber letztendlich entschieden wir uns für „Invalid Racing“ weil´s die Steffi gelegentlich im Kreuz hat und nur mit einem speziell gepolsterten Rippenschutz und Schaumstoff bewaffnet ins Kart steigen kann. Und über mich braucht man eh keine Worte zu verlieren, in meinem biblischen Alter zwickt´s ohnehin überall und ich muß froh sein ohne Krückstock überhaupt bis zum Kart zu kommen, und deswegen schien uns der Teamname passend.

Nach 30 Minuten Freiem Training stellten wir fest, daß wir beide sehr gut bei der Musik dabei waren und waren fürs Rennen guter Dinge. Im Qualifying reichte es dann von insgesamt acht teilnehmenden Teams zum 3. Platz hinter den „Drei Kreuzen“ mit Ramona und Jens, und „Fun Factory“ mit Jessica und dem Cheffe himself, Chris Wiesner. Auf Platz 4 stand dann „XY / XX“ mit Tina und Max. Da am Start überwiegend die Herren der Schöpfung ins Lenkrad griffen, entschieden wir, daß ich den Start fahre; zum einen wollten wir uns nach Möglichkeit ein kleines Polster rausfahren und zum anderen sollte Steffi sich nicht unnötig in Startduellen aufreiben. So konnte ich „Fun Factory“ mit Jessica am Steuer gleich nach einer Runde überholen und mich auf die Verfolgung von Jens machen. War er im Qualifying noch eine halbe Sekunde schneller als ich, hielt sich die Differenz im Rennen deutlich in Grenzen. In den ersten 45 Minuten bis zum Wechsel konnte er mir ca. 10 Sekunden abnehmen, damit konnten wir leben. Nach dem Fahrerwechsel auf Steffi – der etwas länger dauerte als bei den „Drei Kreuzen“ - hatten wir dann ca. 20 Sekunden Rückstand, aber schon deutlich Vorsprung auf die nachfolgenden Teams. Steffi legte eine klasse Vorstellung hin und konnte den Rückstand auf Ramona bis zum Kartwechsel von 20 auf 2 Sekunden reduzieren. Derweil pflügte sich die „Wanderbaustelle“ Chris Wiesner mit den schnellsten Rundenzeiten durchs Feld und konnte Boden auf „XY / XX“ gutmachen.

Nach dem Kartwechsel und dem anschließenden Fahrerwechsel von Steffi zu mir lagen wir mit 5 Sekunden Vorsprung auf die „Drei Kreuze“ in Führung. Wieder konnte Jens ein bißchen schneller fahren als ich und holte nach und nach auf. Vorbei kam er jedoch noch nicht. Erst mit Hilfe des Streckenpostens, der mir die blaue Flagge unter die Nase hielt, konnte er die Führung übernehmen. Ich versuchte mich an ihm festzubeißen, was mir auch einigermaßen gelang. Mehr als 2-3 Sekunden konnte mir Jens nicht davon fahren und als er an unglücklicher Stelle von einem zu überrundenden Fahrer aufgehalten wurde, ergriff ich die Chance und ging erneut in Führung. Nun schob er mich für beinahe 10 Runden um die Strecke, wobei ich aus den Kurven heraus nicht mithalten konnte, denn mehr als Vollgas geht halt nicht und somit mußte ich damit rechnen, daß Jens mich irgendwann kassieren würde. In der Spitzkehre nach Start-Ziel hat er mich dann auch rausgeschoben und ist erneut an mir vorbei gegangen. War aber kein unfaires Manöver. Ich gab alles um an ihm dran zu bleiben, aber letztlich konnte ich nicht verhindern, daß er ein paar Sekunden zwischen uns legte. 45 Minuten vor Schluß war Steffi dann wieder an der Reihe mit ihrem letzten Turn und wir hatten alle drei Pflichtfahrerwechsel absolviert. Jens fuhr an der Spitze noch einige Minuten länger als ich und konnte einen Vorsprung von mehr als 20 Sekunden rausfahren, ehe Ramona das Kart wieder übernahm. Am Anfang wieder mit gewohnt schnellen Zeiten unterwegs, stellte sich bald heraus, das Steffi mit dem Kart nicht gut zurecht kam. Wir erwischten ausgerechnet jenes Kart, mit dem ich beim „Franken 500“ im Oktober schon an meine Grenzen gehen mußte. Mit dem Teil war im Gegensatz zu unserem Startkart ein extrem hoher Kraftaufwand beim Lenken nötig, und das konnte Steffi bei immer schneller werdender Strecke nicht bis zum Ende durchhalten. So wurden ihre Rundenzeiten nach und nach immer langsamer und nach 25 Minuten deutete sie mir mit dem „Kopf-ab“ Handzeichen, daß es nicht mehr geht. Wir taten unserem Teamnamen also alle Ehre :-) So mußte ich für die letzten 20 Minuten nochmal ran und wir bekamen neben dem zusätzlichen Fahrerwechsel noch eine 30-Sekunden Zeitstrafe wegen Fahrzeitüberschreitung aufgebrummt. Reglement ist nun mal Reglement, und da war festgelegt, daß Fahrerin und Fahrer bis auf eine Karenzzeit von 15 Minuten am Ende die gleiche Fahrzeit aufweisen müssen. Das haben wir dann „ganz leicht“ überschritten. Aber trotz einem Wechsel mehr und der Zeitstrafe konnten wir am Ende noch unseren 2. Platz mit einer Runde Vorsprung auf „XY / XX“ behaupten. Sieger wurden am Ende verdient die „Drei Kreuze“ mit Ramona und Jens.

Steffi war zwar etwas enttäuscht, daß sie nicht ganz durchgehalten hat, aber da braucht sie sich keinen Kopf machen, denn wenn selbst mir so was passiert (siehe Rennbericht letztes Franken 500), dann darf das einer Gelegenheitsfahrerin erst recht passieren. Und ihre Rundenzeiten waren alles andere als schlecht, da kann ich nur meinen Respekt bekunden. Beim nächsten Pärchen Race hoff ich mal, daß sie wieder mit von der Partie ist, und dann wird die oberste Stufe auf dem Treppchen in Angriff genommen.

Micha

 

Ergebnis

Platz: Team:

Runden

Differenz Fastest Lap
         
1. Drei Kreuze 279   36,10
2. Invalid Racing 278 1 Lap 36,07
3. XY / XX 277 2 Laps 36,63
4. Fun Factory 275 4 Laps 36,34
5. Olis Dreamteam 273 6 Laps 36,13
6. O.M.A. Racing 268 11 Laps 36,46
7. AC Höchstadt 2 258 21 Laps 37,59
8. AC Höchstadt 1 251 28 Laps 38,16