Rennbericht 222 Runden-Rennen am 10.02.2006 in Landsberg
Nachdem wir längere Zeit nicht mehr im Kart gesessen sind, beschlossen wir die Teilnahme beim 222-Runden Rennen in Landsberg um mal zu schauen, ob wir auch auf anderen Bahnen als unserer Hausbahn in Weihenzell noch mit den Gegnern mithalten können.
Wir mußten dann in Landsberg nach einjähriger Abwesenheit erst mal ein Ticket fahren um abzuchecken, wo wir überhaupt langfahren müssen. Bei der Gelegenheit hat mich der Markus die fette Sau gleich mal anständig gebügelt, was meiner Laune nicht gerade zuträglich war. Den Streckenverlauf hatten wir ziemlich schnell wieder intus, aber wir hatten keinen Vergleich zu den zahlreichen Hausteams. Um so überraschender war, daß Markus im anschließenden 30 minütigen Qualifying auf Anhieb auf Platz 1 fuhr und diese Position 8 Minuten lang verteidigen konnte. Danach stieg ich ins Kart um nach weiteren 8 Minuten wieder an Markus zu übergeben. Mittlerweile waren wir auf den 3. Platz zurückgefallen, ehe es mir nach einem erneuten Fahrerwechsel in der letzten Runde des Qualifyings gelang, das Kart auf den 2. Startplatz zu stellen. Auf Pole standen die Red Devils mit Uwe Süttner, einem ehemaligen Fahrer der Blue Barons, und daß der zu den Schnellsten seiner Zunft gehört, ist in der Szene bekannt. Wir haben der Konkurrenz also bereits im Qualifying zeigen können, daß wir nicht zu den Ballettröckchenträgern gehören.
Gleich nach dem Fliegenden Start konnte ich mich hinter den Red Devils vom Rest des Feldes ein wenig absetzen und Position 2 festigen. Im Rennen waren mindestens 3 Fahrerwechsel und ein Tankstopp vorgeschrieben, so daß wir mit einer einfachen Taktik ans Werk gingen. Jeder Fahrer sollte ca. 55 Runden am Stück absolvieren, beim 2. Wechsel sollte zusätzlich der Tankstopp erfolgen. Genauso haben wir es dann auch gemacht. Markus konnte nach dem ersten Fahrerwechsel Platz 2 behaupten und so ging es dann nach ca. 110 Runden zum Tankstopp. Und dann nahm das Unheil seinen Lauf. Markus fuhr an die Box, stieg aus und schnappte sich einen Benzinkanister während ich den Tankdeckel öffnete. Da es unter Androhung einer Zeitstrafe verboten war auch nur einen einzigen Tropfen Sprit zu verschütten und Markus nicht sehen konnte wieviel Sprit bereits im Tank war, ging er mit den Worten „Ich siech nix, ich siech nix“ (deutsche Übersetzung: Ich sehe nichts, ich sehe nichts) übervorsichtig und dementsprechend langsam ans Werk, so daß wir fast eine Runde beim Tankstopp einbüßten. Wir fielen auf den 5. Platz zurück. Bei meiner Aufholjagd fuhr ich dem Fahrer der „Alten Herren“ beim Überholversuch voll in die Parade, so daß dieser sich wegdrehte. Hätte ich für diese Aktion eine Zeitstrafe aufgebrummt bekommen hätte ich mich nicht beschweren dürfen. Aber die Rennleitung hat es zum Glück für uns nicht gesehen. Was soll´s. Wir sind schließlich beim Kartfahren und nicht beim Hallenhalma. Da geht´s schon mal zur Sache. Ich konnte also wieder auf Platz 2 vorfahren, ehe der Fahrer der Speed Rangers 2 mit Bombenzeiten immer näher kam. Mit dem Messer zwischen den Zähnen versuchte ich rundenlang den zweiten Platz zu verteidigen, am Ende vergebens. Speed Rangers 2 war zwar nicht schneller als ich, aber einen Tick konstanter und so übergab ich auf Platz 3 liegend in Runde 166 wieder an Markus, der die Ehre hatte den Schlußturn zu fahren. Zu allem Überfluß habe ich beim Aussteigen völlig die Orientierung verloren und bin dem Markus voll im Weg gestanden was uns weitere Sekunden gekostet hat. Die geistige Umnachtung muß sich meiner bemächtigt haben, verdammte Sch... Für Speed Rangers 2 fuhr am Schluß der etwas langsamere Fahrer und Markus konnte bis zum Fall der Zielflagge noch bis auf 1,4 Sekunden ranfahren, zu einem Angriff hat es jedoch nicht mehr gereicht.
So beendeten wir das Rennen auf dem 3. Platz. Man kann sagen, daß wir den 2. Platz vergeigt haben, weil wir uns beim Tanken und bei den Fahrerwechseln zu blöd angestellt haben, was selten genug vorkommt. Alles in allem waren wir jedoch trotzdem mit dem Podiumsplatz zufrieden, weil wir im Vorfeld des Rennens höchstens mit einem Platz im Mittelfeld gerechnet haben. Und das mir mit einer Zeit von 32,55 Sekunden gleich noch die zweitschnellste Rennrunde gelungen ist (schnellste: 32,39s) rundete das positive Ergebnis noch zusätzlich ab.
Ergebnis:
Platz: Team: Best Lap:
1. Red Devils 32,39
2. Speed Rangers 2 32,55
3. Garscha Racing 32,55
4. Cyber RT 32,95
5. Alten Herren 32,79
6. Little Devils 32,79
7. Böhse Onkelz 33,26
8. BMW Freunde Illertal 33,24
9. Speed Rangers 1 33,95
10. Team Diessen 33,96
11. Bayern Express 33,71
12. Team Schad 34,15